Was tut man nicht alles, um im Internet schnell und einfach gefunden zu werden? Eine besondere "Off-page-Suchmaschinenoptimierung" meldet der Tages-Anzeiger heute aus Dänemark: Århus, die zweitgrösste Stadt des Landes, soll künftig Aarhus heissen. Die Stadtoberen haben Angst, ihre Stadt könnte im Internet sonst nicht gefunden werden. Denn der Buchstabe Å in der offiziellen Schreibweise ist nämlich nur in Skandinavien bekannt. "Die Zeit ist reif, dass Århus internationaler wird", hört man vom Oberbürger- und Vizebürgermeister. Bin gespannt, ob das Däninnen und Dänen auch so sehen.
Ob Arhus oder Århus oder Aarhus - die Suchmaschinen können damit umgehen (übrigens schon länger). Aber vielleicht wird Ranking und Bekanntheitsgrad der Stadt ja ein wenig verbessert durch die Diskussion, die dieser Schildbürger-, äh pardon, dieser bürgermeisterliche Streich sicher auch im Internet auslösen wird.
Eine andere Ortschaft hat aus seiner sprachlichen Eigenart - die natürlich jeden Texter und Sprachliebhaber einfach nur freut - Kapital geschlagen. Die walisische Gemeinde Llanfairpwllgwyngyllgogerychwyrndrobwllllantysiliogogogoch wurde durch seinen Namen zum Touristenziel und bekanntesten Ort in Wales. Und hat auch im Internet Geschichte geschrieben: Seit 2002 ist der Name (mit einem Zusatz für den alten Ortsteil) als längste URL im Guinness-Buch der Rekorde eingetragen.
Übrigens: So schön klingt dieser Ortsname, wenn man ihn aussprechen könnte.
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